Myanmar: Die einbeinigen Fischer vom Inle-See

So wird dein Trip zum Inle-See in Myanmar etwas Besonderes

Er darf auf keiner Myanmar-Rundreise fehlen: Der Inle-See (auf Englisch Inle Lake oder Inlay Lake), berühmt für seine „einbeinigen“ Fischer mit ihrer eigenwilligen Technik, schwimmende Dörfer und mystische Pagoden-Wälder.

Die meisten Myanmar-Touristen reisen zuerst nach Kalaw und machen von dort aus eine mehrtägige Wanderung zum Inle-See. Wer weniger Zeit mitbringt, kann aber auch von Bagan oder Mandalay mit dem Bus direkt nach Nyaung Shwe reisen. Der kleine Ort liegt in der Nähe des Sees. Für die Gegend rund um den Inle-See müsst ihr einmalig ein Ticket kaufen, das 10 US-Dollar kostet.

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Guten Morgen, Myanmar! Nyaung Shwe ist der Ort, der dem Inle-See am nächsten liegt, hier vom Inle Star Hotel aus gesehen.

Bootstrip auf dem Inle-See – so macht ihr es richtig

Am besten organisiert ihr schon am Anreisetag oder am nächsten Tag früh morgens eine ganztägige Bootsfahrt. Ein Boot am Inle-See für den ganzen Tag kostet plus Ruderer ungefähr 50,000 Kyat – umgerechnet 35 Euro. Die Kosten kann man sich gut mit anderen Reisenden teilen. In ein Boot passen nämlich bis zu fünf Personen, und nebenbei lernt man so auch gleich noch neue Leute kennen.

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Am Bootsanleger in Nyaung Shwe warten jede Menge Boote auf Touristen.

Ihr solltet zumindest einen groben Plan haben, welche Sehenswürdigkeiten am Inle-See ihr mit dem Boot besuchen möchtet. Überlasst ihr die Entscheidung eurem Bootsführer, wird er euch mit großer Wahrscheinlichkeit einfach zu ein paar Pagoden und dann zu verschiedenen Werkstätten für Silber oder Stoffe bringen, bei denen ihr auf jeden Fall auch etwas kaufen sollt.

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Die Handelsboote sind kleiner als die Touristenboote. Sie dienen als eine Art kleiner schwimmender Marktstand.

Die Touristenboote sind längliche Kanus, die mit einer Reihe von Plastikstühlen und einem knatternden, qualmenden Motor ausgestattet sind. Auf dem Inle-See kommt man so ganz gut voran. In den kleineren Kanälen und beim Anlegen navigiert der Bootsführer geschickt mit einer langen Stange.

Beim Aussteigen braucht ihr ein bisschen Geschick, weil das Boot ganz schön wackelt, ansonsten bringt ihr am besten eine Regenjacke oder etwas anderes zum Überziehen mit. Sonnencreme nicht vergessen! Auf dem See und im Fahrtwind merkt man gar nicht, wie die Sonne knallt.

Wir waren auf unserem Bootstrip zu viert: meine Freundin Lara und ich und zwei ältere Möbelhändler aus Deutschland, der exzentrische Michael und der gesetztere Wolfgang. Kennengelernt hatten wir uns abends, als die beiden ein bisschen im Hotel herumlärmten. Am nächsten Tag trafen wir die zwei beim Frühstück wieder. Dort stellte sich heraus, dass Michael gerade 65 geworden war, was uns eine Einladung zu einer Bootsfahrt und später zum Abendessen verschaffte.

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Von Nyaung Shwe bis zum Inle-See ist man etwa 20 Minuten unterwegs.

Die Einbein-Ruderer vom Inle-See

Früher oder später werdet ihr auf eurem Bootstrip an Fischerbooten vorbeikommen. Die Fischer selbst arbeiten mit einer höchst eigenwilligen Technik. Sie stehen aufrecht in ihren Booten und schlingen das andere Bein um die Stange.

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Showeffekt oder wirklich hilfreich? Sehenswert sind die Einbeinruderer in jedem Fall.

Andere Bootsleute befördern mit einer Art Gabel oder mit Stangen jede Menge Grünzeug aus dem See, das für die Gemüsebeete verwendet wird.

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Die Seebewohner laden die Boote so voll, dass sie gefährlich tief im Wasser liegen. Ein echter Knochenjob!

Mystisch: Die Pagodenwälder von Indein

Am Westufer des Inle-Sees liegt das kleine Dörfchen Indein. Ihr erreicht es vom See aus per Boot über einen schmalen Kanal. Wenn ihr das Dorf durchquert habt, erreicht ihr einen Gang, der von 350 steinernen Säulen flankiert wird. Hier findet ihr auch jede Menge vollgepackter Verkaufsstände.

Dahinter erstreckt sich der sogenannte „Pagodenwald“ – über 1000 verfallene, verlassene, vergessene Pagoden aus Stein, die von Bäumen und anderen Pflanzen überwuchert sind. Hier begegnet man höchstens mal einer streunenden Katze – Touristen sind wie überall in Myanmar eher dünn gesät.

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Im Pagodenwald holt sich die Natur zurück, was ihr gehört.

Nga Phe Kyaung, das Kloster der springenden Katzen

Früher gab es in diesem Kloster Vorführungen mit Katzen, die durch Reifen springen. Da der neue Abt davon nicht besonders angetan ist, ist aber nur noch der Name von diesen Veranstaltungen übrig.

Abgesehen vom Inle-See selbst gibt es rund um den Ort Nyaung Shwe noch ein paar weitere Sehenswürdigkeiten, die man gut mit dem Rad erkunden kann. Fahrräder könnt ihr überall am Inle-See ausleihen und damit zum Beispiel das Shwe-yan-pyay-Kloster besuchen oder in den natürlichen heißen Quellen von Khaung Daing entspannen. Beides schafft man gut an einem Tag.

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Dieses Gebäude des Shwe-yan-pyay-Klosters besteht ganz aus Teakholz. Die Besonderheit sind die ovalen Fenster.

Hotel am Inle-Lake – welches ist das beste für meinen Urlaub in Myanmar?

Ich kann das Inle Star Hotel in Nyaung Shwe empfehlen. Es liegt direkt am Bootsanleger, und für den Inle-See ist das Hotel echt günstig und sauber. Auf der Dachterrasse kann man super das Frühstücksbuffet genießen und einen Blick auf die benachbarte Pagode werfen. Inle-Lake-Hotels gibt es aber jede Menge, ebenso wie Touristenbüros, in denen ihr Bustickets kaufen könnt. Unbedingt die Preise vergleichen! Es lohnt sich.

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