Städtereise – London calling

Städtetrip nach London

Vom Flughafen London-Stansted fahren wir mit dem Stansted Express für 19 Pfund zu unserer AirBnb-Unterkunft. Weil es mitten in London schwierig ist, etwas Bezahlbares zu finden, wohnen wir etwas außerhalb. Mit der Central Line dauert es noch etwa 20 Minuten, bis wir „in der Stadt“ sind.

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Die Tower Bridge ist eine der ersten Stationen, an der wir auf unserem Trip vorbeilaufen.

Klassisches Sightseeing in London

Den ersten Tag verbringen wir mit einem langen Spaziergang vorbei an den absoluten Must-Sees. Von der Station aus laufen wir durch das Finanzdistrikt vorbei an Tower, Tower Bridge und Shakespeare’s Global Theatre. Unter den Bahngleisen stoßen wir auf den Borough Market – eine Mischung aus Feinschmecker-Markt und Street Food.

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Auf dem Borough Market solltet ihr euch unbedingt beim Stand der Cinnamon Tree Bakery mit Zimt-Keksen eindecken.

In die Tate Modern schauen wir bei dem schönen Wetter nur kurz hinein, um uns die beeindruckende Architektur anzusehen. Zufällig findet hier auch gerade das Warm-up für eine Modern Dance-Choreographie statt, der wir eine Weile zusehen. Weiter geht es zur St. Paul’s Cathedral.

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St. Paul’s Cathedral – eins der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt.

Die letzte Station auf unserem Weg ist für heute der St. James‘ Park. Zeit, die mitgebrachten Zimt-Kekse zu essen. Ihr erinnert euch :-).

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Tauben füttern im St. James‘ Park – ein beliebter Zeitvertreib bei älteren Londonern.

Camden Market und Highgate Cemetery

Typisch für einen Londoner Samstag: Shopping auf dem Camden Market. Die unüberschaubaren Kleider-Stände lassen wir rechts liegen – uns zieht es zum Food Market. Von Maiskolben am Spieß über Mac and Cheese bis hin zu kolumbianischen Kaffee-Spezialitäten finden man hier so ziemlich alles an internationalem Street Food, was das Foodie-Herz begehrt. Wir entscheiden uns für ein Curry und eine große Portion polnischer Piroggen mit Sauerkraut.

Um dem Gedränge zu entfliehen, machen wir uns auf Richtung Norden zum Highgate Cemetery. Auf dem fast 200 Jahre alten Friedhof, der Jahrzehnte lang mehr oder weniger brach lag, herrscht friedliche Stille. Den Lageplan stecken wir nach kurzer Zeit wieder weg – so vieles gibt es abseits der Wege zu sehen. Nach kurzer Zeit stehen wir vor dem Grab von Karl Marx im Ostteil des Friedhofs. Science-Fiction-Fans zieht es aber vielleicht eher zur letzten Ruhestätte von Douglas Adams.

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Highgate Cemetery – eine verwunschene letzte Ruhestätte für viele Prominente, darunter auch Karl Marx und Familie.

Mash, Pie und Gravy bei Mother Mash

Bei Mother Mash könnt ihr die Pie-Füllung und die Sauce für euer Mash selbst zusammenstellen, es gibt auch vegetarische und gluten-freie Varianten. Ich entscheide mich für Colcannon Mash (die traditionelle irische Variante mit Milch, Butter, Kohl und Zwiebeln), Mediterranean Veg als Pie-Füllung und Onion Gravy aus karamellisierten Zwiebeln. Es schmeckt absolut umwerfend.

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Mash, Pie und Gravy von Mother Mash – ein kulinarischer Traum.

Später zieht es uns ins Hipster-Viertel Shoreditch. Es ist schon früh ziemlich voll – im Brewdog finden wir aber noch einen Platz und trinken Craft Beer mit lustigen Namen wie Dead Pony Club.

Sonntag: Columbia Road Flower Market

Nach einem klassischen englischen Frühstück im The Breakfast Club in Shoreditch – Eier, Bohnen, Speck, Pancakes und Toast – machen wir uns auf den Weg zum Columbia Road Flower Market. Schon auf dem Weg wird klar, dass der Markt längst kein Geheimtipp mehr ist. Ein ziemliches Gedränge und Geschiebe – und trotzdem ein wunderschöner Anblick.

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Auf dem Columbia Road Flotter Market decken sich die Londoner mit allerhand Blühendem ein.

Hungrig machen wir uns mal wieder auf nach Shoreditch zu Beigel Bake – angeblich die besten Bagels der Stadt. Die Schlange spricht jedenfalls dafür, dass das auch stimmt. Anschließend bummeln wir durch die Brick Lane – sonntags findet hier immer ein Straßenmarkt statt, an vielen Ecken spielen Musiker. Auch Vintage-Liebhaber und Streetart-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten.

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Das neue Indie-Rock-Wunder aus UK? In der Brick Lane spielen sonntags an allen Ecken Musiker.

Die Sonne scheint, also verbringen wir den Nachmittag im Hyde Park. Hier solltet ihr vorher unbedingt die Distanzen checken, die sind nämlich teilweise ziemlich groß. Am Speaker’s Corner hat sich eine große Menschenmenge um eine Art christlichen Prediger versammelt, der uns eher abschreckt als anzieht. Lieber gehen wir weiter zum Princess Diana Memorial und zur Royal Albert Hall.

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Für 10 Pfund pro Person und halbe Stunde kann man ein Tretboot mieten und über die Serpentine, den größten See im Hyde Park, strampeln.

Fish and Chips bei Poppie’s – ein Muss für Foodies!

Auf dem Rückweg nehmen wir noch ein paar Sehenswürdigkeiten mit – Buckingham Palace, Westminster Abbey und Big Ben liegen praktischerweise auf unserem Rückweg – bevor wir uns bei Poppie’s eine große Portion klassischer Fish and Chips gönnen. Ihr habt bessere Karten, schnell einen Platz zu bekommen, wenn ihr nur zu zweit seid. Ihr habt die Wahl zwischen verschiedenen Fisch-Arten (Cod, Hammock). Wer (unbegründet!) befürchtet nicht satt zu werden, kann das Essen auch mit einem etwas ausgefallenen Starter wie Jellied Eel beginnen. Dazu passt hervorragend ein kühles Pale Ale.

National Gallery: Viele Museen in London sind kostenlos

Wir fliegen erst am späten Nachmittag zurück und besuchen deshalb morgens die National Gallery. Der Eintritt ist frei, dafür kostet es vier Pfund, die Koffer abzugeben. Wir starten optimistisch bei den alten Meistern des 15. Jahrhunderts. Drei Stunden später und immer noch nicht in der Neuzeit angekommen wissen wir: Hier sollte man gezielt Ausstellungsräume besuchen statt sich chronologisch vorzuarbeiten. Mit dem Stansted Express geht es schließlich wieder zum Flughafen.

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Allgemeine Reise-Infos London

  • Flug: 60 Euro hin und zurück ab Berlin Schönefeld (nonstop, ca. 1h)
  • Unterkunft: 50 Pfund/Nacht (AirBnb)
  • Transfer: Mit dem Stansted Express für 19 Pfund (einfache Fahrt) in die Stadt
  • Preise: ca. 15 Pfund für ein Mittag- bzw. Abendessen; 6 Pfund für eine Mahlzeit auf dem Camden Market; 4 Pfund für ein Bier
  • Vor Ort unterwegs: Oyster Card für die Underground, erhältlich an allen Bahnhöfen. Viel zu Fuß :-).
  • W-Lan: Gratis in vielen Cafés
  • Reisezeit: Mitte Mai

Interessierst du dich für Städtereisen in Europa?

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