San Pedro de Atacama – am trockensten Ort der Erde

Endstation Wüste – San Pedro de Atacama in Chile

Wer die dreitägige Tour durch den Salar de Uyuni in Bolivien macht, kommt am Ende entweder wieder in Uyuni oder aber in San Pedro de Atacama auf der chilenischen Seite an.

Ich kann letztere Variante nur empfehlen – nach den eisigen Nächten in Bolivien war ich über die das heiße Wetter in San Pedro de Atacama wirklich dankbar. In San Pedro de Atacama ist die Höhe außerdem viel angenehmer – „nur“ noch 2450 Meter statt bis zu 5000 wie in Bolivien. Hier seid ihr mitten in der Atacama-Wüste, dem trockensten Ort der Erde. In manchen Gegenden ist seit Jahrzehnten kein Regen gefallen, und dadurch sind wirklich beeindruckende Landschaften entstanden.

San Pedro de Atacama in Chile – verschlafenes Nest mit Hippie-Flair.

An der Grenze nach Chile wird strenger kontrolliert als in Bolivien oder Peru, es gibt zum Beispiel eine Taschenkontrolle mit Scanner. Im Wesentlichen dient sie dazu, die Flora und Fauna in Chile zu schützen und die unerlaubte Einfuhr von Kokablättern zu unterbinden. Also besser bei der Reise in die Atacama-Wüste keine Blätter mitbringen und alle frischen Lebensmittel vorher aufessen!

Ausflüge in die Atacama-Wüste

San Pedro selbst hat nur wenige Straßen und Häuser – und die beherbergen im Wesentlichen Hostels, Minimarkets, Touranbieter und Andenkenläden. Geldautomaten gibt es etwa drei, und die sind manchmal außer Betrieb und viel öfter leer. Hebt also möglichst schnell den Betrag an chilenischen Pesos ab, den ihr ungefähr brauchen werdet.

San Pedro ist sehr touristisch – kein Wunder, schließlich liegt der Ort strategisch sehr günstig, um die (überwiegend) chilenische Wüste zu erkunden.

Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Atacama-Wüste bei San Pedro de Atacama zählt das Valle de la Luna. Seinen Namen hat das „Tal des Mondes“ von den Felsformationen, die an eine Mondlandschaft erinnern.

Das „Mondtal von Chile“ lässt sich in einem Halbtagesausflug ab San Pedro de Atacama erreichen – entweder mit einer organisierten Tour oder auf eigene Faust mit dem Fahrrad. Das Klima in der Atacama-Wüste ist hier absolut lebensfeindlich. Nicht einmal ein Vogel lässt sich blicken. Die Touren enden meist mit einem Blick auf den Sonnenuntergang.

Durch die scharfen Kontraste und die über-klaren Konturen wirkt die Atacama-Wüste stellenweise wie ein surrendes Gemälde von Salvador Dalí.

Außerdem werden in San Pedro zahlreiche Ausflüge zu heißen Quellen, in die Nähe der Tatio-Geysire, zu besonderen Gesteinsformationen und auch in den Salar de Uyuni angeboten. Zu den Highlights gehört auch eine Wanderung bei Vollmond in San Pedro de Atacama.

Der sogenannte Supermond – von hier aus ist er etwa einen Zentimeter größer als ein normaler Vollmond :).

 Welches Hostel in San Pedro de Atacama ist das beste?

Ein Hostel oder Hotel in San Pedro de Atacama zu finden ist nicht weiter schwierig. Schon am Busbahnhof werdet ihr von Chilenen empfangen, die euch Visitenkarten ihres Hostels in die Hand drücken und einen speziellen Preis versprechen. Ihr müsst also nicht unbedingt über Hostelworld vorbuchen, das ist manchmal sogar teurer.

Ich habe im Hostel Rural gewohnt, das ich grundsätzlich empfehlen kann. Es gibt eine gemütliche Chill-out-area mit Hängematten und ein gutes Angebot für Touren in die Atacama-Wüste. Allerdings läuft den ganzen Tag und bis in die Nacht hinein laute Musik, was vielleicht nicht unbedingt so jedermanns Sache ist.

San Pedro de Atacama – wie geht es weiter?

Von San Pedro (Chile) aus nehmen die meisten Reisenden eine dieser beiden Routen:

  • Entweder fliegen sie von San Pedro de Atacama (der Flughafen liegt in Calama, etwa eine Stunde entfernt) weiter nach Santiago de Chile. Günstige Flüge gibt es bei SkyAirline, einer chilenischen Fluggesellschaft.
  • Oder sie fahren mit dem Bus nach Salta in Argentinien. Für diese Variante habe ich mich entschieden. Tickets gibt es in San Pedro de Atacama am Bus-Terminal. Erledigt den Kauf so früh wie möglich, es fährt nämlich nicht jeden Tag ein Bus.

Der Bus von Salta nach San Pedro de Atacama kostet um die 30 Euro. Die Fahrt dauert rund 10 Stunden und geht einmal mitten durch die Anden. Würde ich noch einmal fahren, würde ich wahrscheinlich nur bis Purmamarca in Argentinien fahren. Das liegt etwa 2 Stunden vor Salta und wird später sowieso von vielen Reisenden von dort aus besucht. Wieso also nicht gleich auf dem Weg schon vorbeischauen :).

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Der Paso Jama ist die Grenze zwischen Chile und Argentinien. Mit etwas Glück ist man schnell durch, mit Pech wartet man mehrere Stunden, etwa, wenn viele Busse vorher dran sind.
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