Wenn du nur einen Tempel in Japan besuchen könntest – fahr nach Nara zum größten Buddha der Welt!

Wieso sollte ich ausgerechnet nach Nara fahren? Kyoto hat doch Tempel genug!

Nach ein paar Tagen in Japan stellt sich zugegeben ein gewisser Tempel-Overkill ein. Trotzdem solltet ihr Nara ganz oben auf eure Japan Bucket List setzen. Wieso?

1) Tempel gibt es überall – zahme Hirsche nur in Nara!

Vom Bahnhof in Nara lauft ihr etwa einen Kilometer durch eine Art Fußgängerzone, bis ihr bei einem Park voller Sikahirsche ankommt, dem Nara-Park (Nara Koen). Für 150 Yen könnt ihr Kekse kaufen und die Hirsche füttern. Sie scheinen recht friedlich, auch wenn Schilder vor den Geweihen warnen.

Hirsche in Nara in Japan
Im Nara-Park leben über 1200 wilde Hirsche, die sich frei bewegen und manchmal neugierig an Besuchern schnuppern.

Wenn ihr im Oktober anreist, könnt ihr das Schneiden der Hirschgeweihe durch einen Shintō-Priester beobachten. Im März und April ist der Nara-Park dafür ein schöner Ort, um die Kirschblüte zu feiern.

 

2) Die Buddha-Statue im Tempel Tōdai-ji sucht ihresgleichen

Wenn ihr durch den Park lauft, stoßt ihr früher oder später auf den Tōdai-ji-Tempel. Hier steht nicht nur der größte Bronze-Buddha weltweit. Die Haupthalle ist mit 48,74 Metern auch das größte Holz-Gebäude der Welt.

Tōdai-ji-Tempel in Nara
Stadt der Superlative: In Nara in Japan beherbergt das größte hölzerne Gebäude weltweit den größten existierenden Bronze-Buddha.

Sobald ihr den Tempel betretet, steht er direkt vor euch: der berühmte Bronze-Buddha, 15 Meter hoch (mit Sockel etwa 18 Meter) und 452 Tonnen schwer. Mahnend oder grüßend, das ist nicht klar zu erkennen, steckt er dem Besucher seine rechte Handfläche entgegen. Die gesamte Tempelanlage zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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Zum Vergleich: So groß ist allein die Hand, die der Bronze-Buddha in Nara euch entgegenstreckt.

3) Du kommst mal raus aus Kyoto, Osaka und Co. – und zwar schnell

Nara schafft ihr in einem Halbtages- oder Tagesausflug von Osaka oder Kyoto. Eine entspannte Alternative ist es, eine Nacht in Nara im Ryokan, einem traditionellen japanischen Gästehaus, zu verbringen.

Nara liegt nicht an der Shinkansen-Strecke. Ihr erreicht es von Osaka aber leicht mit der JR Kanjo-Yamatoji Line (28 km) ab JR Osaka Station und von Kyoto mit der JR Nara Line (35 km). Auf beiden Linien fahrt ihr kostenlos mit dem Japan Rail Pass. Wenn ihr ohne JR-Pass unterwegs seid, nehmt ihr aus Osaka und Kyoto die Kintetsu Nara Line. Achtet immer darauf, dass ihr einen Express-Zug erwischt, sonst dauert die Fahrt beinahe doppelt so lange.

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