Wieso du einmal im Leben Sandboard in Peru fahren musst

Ist Huacachina das bessere Nazca?

Wer von Lima aus Richtung Süden reist und dabei zuerst Paracas erreicht, entscheidet sich anschließend meist für einen Aufenthalt in Ica, Nazca oder Huacachina, bevor es nach Arequipa weitergeht.

Da die meisten Backpacker diese Route nehmen, nennt man sie auch scherzhaft den „Gringo-Trail„. Übrigens führt das auch dazu, dass man häufiger die gleichen Leute wiedertrifft. Das ist mal sehr schön – und mal möchte man sich lieber unauffällig in die Hostel-Küche verdrücken.

Da uns der Flug über die Nazca-Linien zu teuer war und Ica nicht so viel herzugeben schien, fiel unsere Wahl auf die Wüsten-Oase Huacachina. Bis dahin wusste ich nicht mal, dass Peru eine Wüste hat. Von unserem Hostel in Paracas gab es freundlicherweise ein Shuttle zur Oase, die Fahrt dauert eine gute Stunde.

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Kakteen gedeihen prächtig in Huacachina – kein Wunder bei der Wüstenhitze.

Welches Hostel ist das beste in Huacachina?

Huacachina selbst ist eigentlich nur eine Ansammlung von Haeusern, die sich um einen grünlichen See gruppieren. Entsprechend gering ist die Auswahl an Hostels in Huacachina. Mit Abstand das beste ist das Banana Adventures, das sich eher wie eine Mischung aus Spring Break und Ferienresort anfühlt als wie ein Hostel. Das liegt wohl nicht zuletzt an dem Pool, und den netten kleinen Holzhütten.

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Hat was von Spring Break: das Banana Adventures in Huacachina.

Eine Nacht im Banana Adventures Huacachina kostet etwa 25 Euro. Dafür ist aber auch eine Aktivität pro Übernachtung im Preis inbegriffen: eine Tour mit dem Dune Buggy inklusive Sandboarding-Schnupperkurs, ein Barbecue oder ein Winetasting. 

Im Dune Buggy mit Höchstgeschwindigkeit durch die Wüste

Wir entscheiden uns natürlich für die Fahrt mit dem Dune Buggy. Um 3 holt uns das merkwürdige Gefährt am Hostel ab und dann geht es mit High Speed auch schon los durch die Dünen.

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Bleibt nur zu hoffen, dass der Fahrer weiß, was er tut.

Der Fahrer heizt, was das Zeug hält. Jede Minute droht das Fahrzeug zu kippen. Es ist wie eine Achterbahnfahrt – die Kuppen der Dünen nimmt unser Fahrer gaaanz langsam, um sich dann mit Vollgas in die Abfahrt zu stürzen. Wir sind so beschäftigt damit unsere Köpfe einzuziehen, dass wenig Zeit für Angst bleibt.

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Nächster Halt: Sanddüne!

Sandboarding – Snowboarden kann ja jeder!

Ein wichtiger Bestandteil der Biggy-Tour ist eine Runde Sandboarding. Jeder bekommt ein hölzernes Brett in die Hand gedrückt. Für 25 Soles extra kann man ein besseres Board und richtige Boarding-Schuhe bekommen – für diese Tour ist das aber nicht nötig. Mit einem Kerzenstummel wachsen wir unsere Bretter noch einmal ordentlich, und dann geht es auf dem Bauch (oder für die Mutigeren im Stehen) den ersten Abhang hinunter.

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Like a pro – Sandboarding funktioniert im Wesentlichen ähnlich wie Snowboarding.

Die ersten Hügel schaffen wir ohne Probleme, aber dann kommt der richtig große Abhang. Kurz zieht es ein bisschen im Magen, aber schließlich wagen es dann doch alle – und kommen erfolgreich und heil unten an. Wer Blut geleckt hat, kann bei einem Anbieter vor Ort noch weitere Sandboarding-Touren buchen.

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Sonnenaufgang auf der Düne

Eine Nacht in der Oase von Huacachina reicht aus, um alle „Sehenswürdigkeiten“ vor Ort anzuschauen. Den Sonnenaufgang von der Düne aus mit Blick auf die Oase solltet ihr euch aber trotzdem nicht entgehen lassen (sofern vorhanden…).

Für den besten Blick steigt ihr morgens auf einem steilen Sandpfad eine der Dünen hinauf. Ohne Schuhe geht es leichter. Immer wieder zischen Sandboarder an uns vorbei, die die frühen Morgenstunden ausnutzen.

Oben angekommen gibt es eine Art Rundweg – oder ihr macht es euch einfach im Sand gemütlich und geniesst den Ausblick. Der lohnt sich übrigens auch ohne Sonnenschein :).

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Die Oase Huacachina nach dem anstrengenden Aufstieg. Die Oase liegt viel tiefer als es hier den Anschein hat.

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