Wieso 2 Tage in Sydney auf deiner Australien-Reise reichen

„Sydney is a shit hole, go to Melbourne!“

Das hatte mir jedenfalls ein Australier, den ich in Argentinien kennen gelernt hatte, noch mitgeben. Und egal, wie sehr man sich dagegen sträubt, irgendwie bleibt sowas ja doch haften. Entsprechend vorbelastet war ich nach dem 20-Stunden-Flug von Berlin über Abu Dhabi nach Sydney dann auch.

Zum Glück stellte sich das shit hole als viel weniger shitty heraus als gedacht – war wohl nur das übliche Städte-Bashing, wie das Berliner und Hamburger auch gern mal machen. Wie nutzt man seine Zeit in Sydney also optimal, wenn man nicht so viel davon hat und der Jetlag voll zuschlägt?

Tag 1 in Sydney: Stadtbesichtigung

Wahrscheinlich ist dein Körper sowieso so durcheinander, dass du früh wach bist. Fahr nach dem Frühstück zur Central Station und arbeite dich von dort zu Fuß Richtung Hafen von Sydney und zum Stadtteil The Rocks vor. Die George Street ist der schnellste direkte Weg.


Nebenbei kann man schnell schon mal ein paar Souvenirs aus Australien kaufen. Oma freut sich bestimmt über ein paar haarige Känguru-Hoden.

Souvenirs aus Australien
Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr… Oder würdest du dich ueber diese Kaenguru-Hoden als Souvenir aus Australien freuen?
Am Hafen läufst du zuerst über die berühmte Harbour Bridge.

Im Hafen von Sydney liegt meist auch ein Kreuzfahrtschiff vor Anker.
Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf die Oper, das Wahrzeichen von Sydney.

Neben dem Ayers Rock ist die Oper von Sydney wohl das bekannteste Wahrzeichen in Australien.
Zurück auf festem Boden folgst du dem Circular Quay, von wo alle Fähren ablegen, entlang bis zur Oper. Anschließend kannst du dem Museum The Rocks Experience einen Besuch abstatten, wenn du dich für die Anfänge und die Entwicklung von Sydney interessierst. Der Eintritt ist frei und die Ausstellung mit vier Räumen überschaubar, aber echt interessant.

Nachmittag kannst du je nach Lust und Laune (und Wetter) mit dem Bus zum berühmten Bondi Beach fahren oder dich in Kings Cross umsehen. Hier findest du auch jede Menge guter und günstiger Imbisse und Bars. Ich habe hier im Hostel The Originals übernachtet, das quasi direkt neben der Ubahn-Station liegt.

Tag 2 in Sydney: Ausflug in die Blue Mountains

Am zweiten Tag, wenn du hoffentlich einigermaßen ausgeschlafen bist, kaufst du dir an einem beliebigen Fahrkartenautomaten ein Ticket von Sydney nach Katoomba. Der Zug fährt ab der Central Station ungefähr jede Stunde und braucht gut zwei Stunden bis Katoomba.

Katoomba ist ein ziemlich verschlafenes Nest.
Was gibt es hier eigentlich zu sehen? Die berühmten Blue Mountains! Sie verdanken ihren Namen dem bläulichen Dunst, der sich durch die vielen Eukalyptus-Bäume bildet.

Die Blue Mountains in Australien machen ihrem Namen tatsächlich alle Ehre.

Vom Bahnhof Katoomba läuft man ungefähr eine halbe Stunde bis zum Echo Point. Von diesem Viewpoint aus hat man den besten Blick auf die Felsformation „The Three Sisters“.

Wer genug Zeit hat, kann eine der drei Schwestern sogar betreten.
Ein uralter Australier, der in Katoomba lebt und jeden Tag zum Echo Point kommt, weil er die Aussicht so liebt, leiht mir freundlicherweise sein Fernrohr. Als ich erfolgreich ein Vogelnest ausgemacht habe, bekomme ich als Belohnung eine Broschüre des lokalen Bibelkreises. Nun ja.

Die Samen, die mir der alte Australier zeigt, sollen an kleine Teufel erinnern.
Vom Echo Point aus führen Fußwege zu verschiedenen Viewpoints in der Umgebung. Insgesamt sollte man für Katoomba drei bis vier Stunden einplanen. Wer richtig in den Blue Mountains wandern will, sollte aber lieber in Katoomba übernachten.

In zwei Tagen kann man in Sydney also schon ganz schön viel erleben. Zugunsten der Ostküste und des Outbacks geht es für mich danach aber weiter Richtung Norden. Und irgendwie zieht es mich auch trotzdem nach Melbourne :). Sorry, Sydney.

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