10 Gründe, wieso du Dublin lieben wirst

1) Die Anreise nach Irland und Flüge nach Dublin sind richtig günstig

Mir Ryanair fliegt ihr von vielen deutschen Flughäfen unter 50 Euro nach Dublin und zurück. In die Stadt zu kommen, ist super einfach: Vom Flughafen Dublin kommt ihr mit dem Airlink-Bus in die Stadt. Hin- und Rückfahrt kosten zusammen 10 Euro. Außerdem gibt es einige öffentliche Buslinien, die den Flughafen mit dem Stadtzentrum verbinden, und den Expressbus Aircoach. Er ist etwas teurer als der Airlink.

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Das Zentrum von Dublin liegt etwa 10 Kilometer vom Flughafen entfernt.

2) Der öffentliche Nahverkehr in Dublin ist super ausgebaut

Dublin könnt ihr bequem zu Fuß erkunden. Wir sind am ersten und zweiten Tag jeweils bestimmt 10-15 Kilometer gelaufen. Wer doch fahren will, bewegt sich am besten durch das gut ausgebaute Busnetz oder nimmt eine der beiden Straßenbahnlinien (Luas). Eine U-Bahn hat Dublin nicht.

Ausflüge in die Umgebung von Dublin macht ihr mit der DART-Linie (DART steht für Dublin Area Rapid Transport), für weitere Strecken gibt es Überlandbusse oder ihr leiht euch irgendwo in Irland einen Mietwagen. Für einen Kurztrip nach Dublin braucht ihr eher keinen.

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3) In Dublin gibt es den besten Whiskey

Wer an Irland denkt, denkt auch an Irish Guinness und Whiskey. Die Jameson Distillery Dublin und das Guinness Storehouse im Zentrum der St. James’s Gate Brewery sind also gute Anlaufstellen. Allerdings sind die Führungen echt teuer. 16 Euro kostet die Tour für Erwachsene in der Jameson Distillery, 50 Minuten mit Whiskey-Verkostung am Ende.

4) Und das beste Bier

In der Guinness-Brauerei ist eine Besichtigung auf eineinhalb Stunden angelegt und kostet 14 Euro. Zum Abschluss gibt es natürlich ein irisches Bier. Wir haben uns aber jeweils auf den Eingangsbereich und die Gebäude von außen beschränkt. Der Eintritt war uns doch etwas zu teuer und das Wetter zu schön, aber für Regen beim Dublin-Städtetrip ist das sicher eine gute Alternative.

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Beginnend beim größten Guinness-Glas der Welt lernt ihr auf sieben Stockwerken in der Guinness Brauerei in Dublin viel über die Brauereigeschichte und irisches Bier.

 5) Dublin hat eine spannende (und blutige) Geschichte

Und die erlebt ihr am besten im Kilmainham Gaol. Das ehemalige Gefängnis im Dubliner Stadtteil Kilmainham, auch Dublin Prison oder Dublin Jail genannt, wurde schon 1796 erbaut. Im Laufe der Jahre waren hier viele irische Rebellenführer und politische Nationalisten inhaftiert.

1924 wurde das Gebäude aber vorerst geschlossen. Seit den 1960er Jahren ist das Gefängnis von Dublin ein Museum und dient auch häufig als Filmkulisse. Bei einer Städtereise nach Dublin sollte es auf jeden Fall auf dem Programm stehen.

Die Führung durch das Kilmainham-Gefängnis ist wirklich sehenswert, abgesehen davon macht es auch Spaß, sich ein Stunde lang den Dubliner Akzent anzuhören. Während wir durch die kalten, feuchten Steinkorridore schleichen und dabei immer wieder einen Blick in die winzigen Zellen mit einem noch winzigeren Fenster werfen, fühlten wir uns tatsächlich etwas beklommen. Spätestens, als wir die Hinrichtungsstätte auf dem Hof erreichen.

Der Eintritt für Kilmainham Gaol kostet 7 Euro für Erwachsene. Ihr müsst dabei an einer Guided Tour teilnehmen. Damit ihr zur gewünschten Zeit am Wunschtag mitmachen könnt, solltet ihr für Kilmainham die Tickets online kaufen.

6) Beim Enten-Füttern fühlt ihr euch wie James Joyce persönlich

Der Park St. Stephen’s Green liegt im Herzen Dublins. Hier findet ihr zum Beispiel eine Statue von James Joyce, dem berühmten irischen „Ulysses“-Autoren, der in der Stadt unter anderem auch seine „Dubliners“ schrieb und sicher die eine oder andere Ente glücklich machte. Auch die Unitarian Church an der Westseite des Parks ist sehr sehenswert.

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Enten füttern in Stephen’s Green – eine Beschäftigung, die schon James Joyce zu schätzen wusste.

Und wenn ihr doch vom Regen überrascht werdet – angeblich schlägt das Wetter in Dublin innerhalb von 5 Minuten um – könnt ihr euch ins nahegelegene Einkaufszentrum St. Stephen’s Green Shopping Centre flüchten.

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St. Stephen’s Green Shopping Centre überzeugt mehr durch seine Architektur als durch seine Geschäfte. Und es gibt tolle Regenschirme.

7) Die Küste ist rau, aber wunderschön

Ungefähr eine Stunde von Dublin entfernt liegt der malerische Fischerort Howth auf der Halbinsel Howth Head. Die Halbinsel ist durch einen schmalen Landstreifen mit dem Festland verbunden. Ihr fahrt mit dem DART ab Dublin einfach bis zur Endstation Howth. Ein Tagesticket kostet 11,40 Euro für Erwachsene.

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In Howth könnt ihr bei eurem Urlaub in Dublin bequem einen ganzen Tag verbringen, wenn das Wetter schön ist.

Wanderungen an der Küste oder über die Klippen oder bis zum Leuchtturm Baily Lighthouse kann ich sehr empfehlen. Vom höchsten Punkt in Howth kann man bei gutem Wetter sogar bis nach Dublin sehen.

Vor der Küste liegt Ireland’s Eye, eine kleine unbewohnte Insel mit einem Vogelschutzgebiet. Touristen können sie im Sommer mit einem Fischerboot vom kleinen Howth Harbour aus ansteuern.

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Auf der Insel brüten viele Vogelarten ungestört, darunter Trottellummen, Eissturmvögel, Möwen und Tordalke.

8) Fish and Chips sind viel besser als in England. Ehrlich!

In Howth Harbour reiht sich ein Fisch-Restaurant an das nächste. Überall gibt es exzellenten frischen Fisch. Nicht verpassen solltet ihr die Fish and Chips von Beshoff Bros. Ihr könnt dabei zwischen verschiedenen Fisch-Arten wählen – darunter Cod, Haddock oder Scampi.

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Fish and Chips von Beshoff Bros – die besten in Howth!

9) Ihr taucht mit wenig Aufwand in eine irische Familiensaga ein

Wenn ihr genügend Zeit mitbringt, könnt ihr auch dem Rückweg von Howth nach Dublin Malahide Castle einen Besuch abstatten. Ihr nehmt den DART zurück in Richtung Dublin und steigt an der Station Howth Junction in den DART nach Malahide um. Von der Station Malahide aus könnt ihr bequem zum Schloss laufen.

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Schloss Malahide war lange im Besitz der Familie Talbot und ist erst seit 1976 für Touristen geöffnet. Zum Schloss gehören weitläufige Ländereien.

Das Innere von Malahide Castle könnt ihr im Rahmen einer Führung besichtigen. Eine Ausstellung erinnert an die Talbot-Familie, die Räume sind größtenteils noch voll möbliert. Achtung, die letzte Tour beginnt um 16:30 Uhr, von November bis März sogar schon um halb 4. Tickets bekommt ihr im Besucherzentrum auf dem Gelände.

10) Die Iren sind nett zu Touristen

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Ja, es ist touristisch, ja, es gibt bestimmt viele andere tolle Ecken zum Ausgehen in Dublin (und die haben wir auch besucht). Trotzdem hat mir der Stadtteil Temple Bar gut gefallen, trotz der vielen Touristen konnten wir hier ein bisschen irische Pub-Kultur und Nachtleben in Dublin erleben. Denn hier sind, anders als in vielen Großstädten, in denen sich wahre Touristen-Party-Ghettos bilden, auch echte Iren unterwegs.

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Und was wäre schließlich ein Besuch in Dublin ohne die passende Getränke-Wahl :-)?

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