3 Gründe, wieso du deine Südamerika-Reise in Lima beginnen solltest

1) Lima ist für deinen Körper nicht gefährlich

Zugegeben, Lima ist definitiv nicht die schönste Stadt auf diesem Planeten. Viele Teile der Stadt sind grau-braun, auch die Umgebung besteht vor allem aus Geröll und Sand. Dafür eignet sich Lima aber durch seine niedrige Höhenlage an der Küste gut, um deine Südamerika-Reise zu beginnen.

Im Hintergrund beginnen bereits die Slums von Lima.

Viele Südamerika-Reisende starten direkt in höher gelegenen Regionen, zum Beispiel in Cusco oder La Paz in Bolivien. Keine gute Idee: Der Körper hat so kaum Zeit um sich an die dünne, sauerstoffarme Luft im Andenhochland zu gewöhnen. Das Risiko, die ersten Tage der Reise mit der Höhenkrankheit im Bett zu verbringen, ist also hoch und zudem nicht ungefährlich.

2) Die Sehenswürdigkeiten in Lima überfordern dich nicht

Miraflores und Barranco, die Künstlerviertel von Lima

Miraflores ist eines der reichsten und sichersten Viertel von Lima. Hier gibt es jede Menge Museen, Theater und Künstlerzentren. Außerdem liegen die meisten Hotels in Lima in diesem Bezirk.

Miraflores liegt etwa sechs Kilometer südlich des Stadtzentrums und direkt am Pazifik. Die Küste fällt hier steil ab, braune Hänge ziehen sich an der Wasserkante entlang.

Miraflores Lima
Bei gutem Wetter kannst du an der Küste von Lima Paraglider beobachten, die über dem Meer kreisen.

Stellenweise hat man bereits mit der Bepflanzung der Steilhänge an der Küste begonnen. An anderen Abschnitten sichern nur Netze die nackte Erde.

Lima Miraflores
Grün, grüner, Miraflores: In das idyllische Stadtviertel ist offensichtlich eine Menge Geld geflossen.

Durch die Nähe zum Meer ist es in Miraflores meist etwas kühler und windiger als im Stadtzentrum. Rund 93.000 Einwohner leben hier.

Parque del amor Miraflores Lima
Der Parque del Amor ist einer der schönsten Aussichtspunkte von Miraflores.

Direkt neben Miraflores liegt das Künstlerviertel Barranco. In Barranco kannst du bequem einen ganzen Nachmittag verbringen. Die Aussicht über die Küste ist schöner als in Miraflores, und die Häuser sind viel bunter und netter.

Das Café Blu in Barranco verkauft angeblich das beste Eis in ganz Lima. Abends laden in diesem Bezirk viele kleine Bars und Restaurants zu dem einen oder anderen Pisco Sour  oder zu dem peruanischen Nationalgericht Ceviche ein.

Centro Histórico – koloniale Architektur im Herzen von Lima

Die Straßen im historischen Stadtzentrum sind schachbrettartig angeordnet, das Zentrum bildet die Plaza de Armas, wie der Hauptplatz in lateinamerikanischen Städten meist genannt wird.

 

3) Lima nimmt dir deine Angst vor Südamerika

Lima ist das beste Beispiel dafür, dass man sich von Sicherheitstipps und Reisehinweisen beim Auswärtigen Amt nicht verrückt machen lassen sollte. Vor meinem inneren Auge war zwischenzeitlich das Bild eines grauen Molochs entstanden, in dem man, seine Tasche panisch umklammernd, mit gesenktem Blick von einer Straße zur nächsten huscht.

Zumindest Miraflores, Barranco, Centro Histórico, die Bezirke von Lima, in denen Touristen ihre Hotels in Lima haben und in denen sich auch die meisten Sehenswürdigkeiten befinden, sollten sicher sein. Ich habe mich nie unwohl gefühlt und geklaut wurde mir auch nichts. Die Peruaner stellten sich als sehr hilfsbereit und zuvorkommend heraus: Als wir bei der Abreise aus Lima orientierungslos um die Bushaltestelle herumirrten, unterbrach ein Peruaner extra seine morgendliche Jogging-Runde und brachte uns bis zum Busterminal für Fernbusse.

Ein bisschen Spanisch hilft in Südamerika auf jeden Fall, nicht jeder Peruaner spricht Englisch.

Trotz allem sollte man seinen gesunden Menschenverstand natürlich nicht komplett außer Acht lassen und einige grundlegende Dinge beachten.

Sicher durch Lima – so machst du es richtig

  • Nur das Geld für den Tag in bar mitnehmen
  • Kreditkarte und Pass im Hostel im Spind einschließen.
  • Wertsachen nicht öffentlich zur Schau stellen oder mit dem Geldbeutel herumwedeln
  • Gepäck immer gut im Blick haben.
  • Nur offizielle Taxis mit Schild auf dem Dach und einem gut sichtbaren Ausweis des Fahrers hinter der vorderen Scheiben nehmen.
  • Wenn ihr unsicher seid, geht lieber einmal zu viel zum nächsten Taxi

Häufige Fragen zum Reisen in Peru

Wie komme ich vom Flughafen in Lima in die Stadt?

Der Flughafen Jorge Chavez liegt etwas außerhalb der Stadt. Bis nach Lima bzw. in den Stadtteil Miraflores kommt ihr nur mit dem Taxi. Die Fahrt bis Miraflores dauert ungefähr 45 Minuten. Unser Hostel hatte zum Glück einen Abhol-Service – nach über 24 Stunden Reisezeit jeden Sol wert. Ansonsten findet ihr direkt nach dem Zoll aber auch jede Menge offizieller Taxi-Anbieter, die ihr auch nutzen solltet.

Bus fahren in Peru – gewusst wie

Auf dem Weg vom Stadtzentrum zurück nach Miraflores überholen uns ständig hupende Taxis und vollgestopfte Colectivos, kleine Busse. Aus dem Fenster lehnt eine Person, die brüllend das Fahrtziel verkündet. Colectivos haben meist keinen festen Fahrplan – fragt daher am besten in eurer Unterkunft in Lima nach, welches Colectivo ihr nehmen könnt. Bezahlen müsst ihr direkt beim Fahrer – das passende Kleingeld solltet ihr dafür unbedingt parat haben!

Colectivo in Lima
In ein Colectivo passen prinzipiell immer mindestens 5 Leute mehr als gedacht.

Am Automaten an der Haltestelle bekommt ihr eine wiederaufladbare Metropolitana-Karte. Die Karte selbst kostet umgerechnet 1 Euro und kann auch von mehreren Personen benutzt werden. Eine Fahrt liegt bei 50 Cent.

Bustickets für die Weiterfahrt ab Lima solltet ihr am besten direkt kaufen, sobald ihr euer nächstes Ziel kennt. Cruz del Sur ist die Luxus-Busgesellschaft in Peru. Tickets für viele Strecken könnt ihr sogar über die Website von Cruz del Sur online kaufen oder direkt zum Busterminal gehen. Die Busse sind äußerst geräumig, die Gepäckverladung sehr professionell und ihr könnt euch sogar einen Film während der Fahrt ansehen.

Cruz del Sur Busterminal in Lima
In Lima findet ihr das Busterminal von Cruz del Sur in der Avenida Javier Prado.

Auch wenn die meisten Foren und der eine oder andere Peru-Reiseblog Cruz del Sur für das Busfahren in Peru empfehlen, könnt ihr auch die anderen Busgesellschaften wie Oltursa, Tour Peru oder Transzela ohne Bedenken buchen.

Einige Busbahnhöfe verlangen eine kleine Gebühr, für die ihr einen Stempel auf euer Ticket bekommt. Der Info-Stand dafür ist meist nicht zu übersehen, sonst wird euch aber der Busfahrer auch darauf hinweisen.

Busfahren in Peru – so erlebst du keine unangenehme Überraschung

  • Eine dünne Decke und warme Kleidung/Socken ins Handgepäck nehmen – viele Busse sind stark klimatisiert.
  • Desinfektionsgel für die Hände und Klopapier oder Taschentücher für die Bus-Toilette oder Klo-Stoppps ins Handgepäck räumen.
  • Ein Nackenhörnchen einstecken.
  • Essen und ausreichend Wasser mitnehmen.
  • Keine Wertsachen im großen Rucksack lassen – alles mit ins Handgepäck nehmen und direkt am Körper tragen.

Mehr über eine Reise nach Peru erfahren?

4 Wege, die dich nach Machu Picchu bringen

> 3 Tage in Cusco – im Herzen des Inkareiches

> Paracas – Wildlife zum Anfassen

> Wieso Trekking im Colca Canyon dich an deine Grenzen bringen wird

> Huacachina, die Oase in der peruanischen Wüste

MerkenMerkenMerkenMerken

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s