Lima – Einfallstor nach Peru

Reise nach Lima – wie viele Tage sollte ich einplanen?

Viele Reisende fahren oder fliegen direkt von Lima nach Cusco weiter. Davon wird eigentlich aber abgeraten, weil der Körper so keine Zeit hat um sich an die Höhe Cuscos zu gewöhnen. Und für mich persönlich gehört die Hauptstadt zu einem vollständigen Bild des Reiselandes einfach dazu.


Lima ist definitiv nicht die schönste Stadt auf diesem Planeten. Viele Teile der Stadt sind grau-braun, auch die Umgebung besteht vor allem aus Geröll und Sand. Das macht die Stadt aber nicht weniger spannend. In zwei Tagen bekommt man einen guten ersten Eindruck von der Stadt. Uns reichen die dann auch.

Miraflores

Die Gegend ist eines der sichersten Viertel von Lima. Hier verbringen wir den ersten Nachmittag.

Miraflores liegt ca. 6 km südlich des Zentrums und damit direkt am Pazifik. Die Küste fällt hier steil ab, braune Hänge ziehen sich an der Wasserkante entlang.


Stellenweise hat man bereits mit der Bepflanzung begonnen, an anderen Abschnitten sichern nur Netze die nackte Erde.

So sollen einmal alle braunen Abhänge aussehen.

In Miraflores gibt es einige schöne Aussichtspunkte, zum Beispiel den Parque del Amor.

Durch die Nähe zum Meer ist es hier meist übrigens kühler und windiger als im Stadtzentrum.

Centro Histórico – koloniale Architektur im Herzen von Lima

Am nächsten Tag sind wir dank Jetlag schon um 6 Uhr morgens wach. Frühstück gibt es im Hostel, anschließend wollen wir uns zuerst um Bustickets nach Paracas für den folgenden Tag kümmern. Also laufen wir frisch und munter los, immer an einer viel befahrenen Straße entlang. Dabei werden wir ständig von hupenden Taxis und vollgestopften Colectivos, kleinen Vans, überholt. Aus dem Fenster lehnt eine Person, die brüllend das Fahrtziel verkündet.


Als wir endlich das erste Busterminal erreichen, ist das Bus für den nächsten Morgen leider bereits ausverkauft. Wir versuchen es als nächstes bei Cruz del Sur und haben Glück. Für je umgerechnet 15€ kaufen wir Tickets nach Paracas.

(Dass man eigentlich eine Wartenummer ziehen musste und die Person mit Nummer J36 uns wahrscheinlich immer noch verflucht, merken wir leider erst beim euphorischen Verlassen des Terminals. Egal, weiter geht es uns historische Zentrum.)

Nach insgesamt ungefähr 8 Kilometern Fußmarsch („Komisch, auf der Karte sah das echt nicht so weit aus!“) sind wir endlich an der Plaza de Armas im Zentrum.


Wer sich jetzt zu Recht fragt, ob das schneller geht (geht es) – dazu später mehr.


Wir stärken uns mit Tortilla, Bohnen und Reis (Taku Taku) und laufen einmal quer durch das Viertel. Hier stehen noch viele gut erhaltene Kolonialbauten, darunter die Kathedrale, der Regierungspalast und mehrere Kirchen und Wohnhäuser.

Bus fahren in Lima -gewusst wie

Nach zwei Stunden, inzwischen ist es Nachmittag, beschließen wir noch ins Künstlerviertel Barranco zu fahren. Mit der gut ausgebauten Stadtbus-Linie Metropolitana geht das deutlich schneller als zu Fuß oder mit dem Taxi/Colectivo, die Busse fahren fahren nämlich auf einer eigenen Spur.

An der Haltestelle kaufen wir uns zuerst am Automaten eine wiederaufladbare Metro-Karte. Mein etwas eingerostetes Spanisch reicht immerhin, um mir das Verfahren, die Strecke und die Preise erklären zu lassen . Die Karte kostet umgerechnet 1€ und kann auch von mehreren Personen benutzt werden, eine Fahrt 50 Cent.

In Barranco kann man bequem einen ganzen Nachmittag verbringen. Die Aussicht über die Küste ist schöner als in Miraflores, und die Häuser sind viel bunter und netter.


Im Café Blu gibt es hier übrigens das angeblich beste Eis in Lima. Abends findet man in Barranco viele kleine Bars. Da wir aber noch nicht richtig in der neuen Zeitzone angekommen sind und wir am nächsten Tag früh weiter wollen, geht es erst mal zurück ins Hostel und auch ziemlich früh ins Bett.

Der Stadtrand – das andere Lima

Von Busterminal von Cruz del Sur, Javier Prado, fahren wir am nächsten Morgen mit einem ziemlich luxuriosen Überlandbus nach Paracas, drei bis vier Stunden soll die Fahrt dauern, immer an der Panamericana entlang Richtung Süden.


Je weiter wir aus der Stadt herausfahren, desto mehr wird uns klar, dass Lima noch ein anderes Gesicht hat – das der Armut. An den Stadtgrenzen ziehen sich endlose karge Siedlungen über die braunen Hügel. Aus der Ferne sehen viele Häuser zwar hübsch und bunt aus, von nahem betrachtet wirken die strahlenden Farben eher wie ein verzweifelter Versuch, ein Zeichen gegen das eintönige Grau-braun und den Staub der Straßen zu setzen.

Im Hintergrund beginnen bereits die Slums von Lima.

Mit gemischten Gefühlen setzen wir unseren Weg fort. Drei Stunden später kommen wir in Paracas an.

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(K)ein Weg nach Machu Picchu

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